Nachgefragt: Karim-Alexandre Koubâa über Foodarena

Nachgefragt: Karim-Alexandre Koubâa über Foodarena

Foodarena wurde 2006 in Biel gegründet. Ist die Plattform in der Deutschschweiz und der Romandie gleichermassen bekannt?

 

Wir haben historisch gesehen eine etwas grössere Bekanntheit in der Westschweiz, da die ersten Restaurants 2006 im Dreieck Freiburg, Bern und Basel akquiriert wurden.

 

Welche Städte bieten besonders viel Potenzial?

Es ist klar, dass insbesondere grössere Städte mit einer grösseren Auswahl an Restaurants und Gusto für die User den grössten Nutzen bringen. Zudem sind Restaurants in grossen Städten eher einem Konkurrenzkampf, sowie hohen Immobilienpreisen ausgesetzt und dadurch versucht ein möglichst breites Kundensegment anzusprechen. Foodarena bietet somit dem Restaurant die Möglichkeit, Zusatz-Umsätze zu erzielen, welche es nicht ohne erheblichen Aufwand selber erzielen könnte.

 

Eat.ch bietet einen ähnlichen Service an. Wie unterscheidet sich Foodarena?

Vom Grundangebot her unterscheiden sich die Dienste momentan tatsächlich nicht allzu gross. Wir werden allerdings seitens Produkt künftig einiges an Zusatzinnovationen an den Start bringen, welche derzeit kein Mitbewerber bietet.

 

Mit welchen Aktionen/ Deals wollen Sie die Kunden an sich binden?

Natürlich wird es von uns einiges an Deals und Aktionen geben und wir werden diese insbesondere mit Ringier stark pushen können. Die Online-Bestellquote im Bereich Hauslieferung ist in der Schweiz noch nicht einmal bei 10 Prozent. Sprich: im Gegensatz zum Ausland ist das Telefon noch immer der Kanal, welcher den Restaurants am meisten Bestellungen einbringt. Hier gibt es also noch viel Aufklärung beim Endkunden zu leisten. Reifere Märkte wie Deutschland oder England sind bei inzwischen 35-45 Prozent aller Bestellungen, welche direkt online eingehen.

 

Erzählen Sie uns mehr über das Unternehmen. Wie viele Personen arbeiten für Foodarena?

Wir sind bei Foodarena ein kleines Kernteam von lediglich fünf Personen, nutzen allerdings stark gemeinsame Ressourcen von Delivery Hero in Berlin. Gerade im Performance Marketing sind unsere Kollegen sehr gut aufgestellt; wir profitieren enorm von der Synergie.

 

Wie gewinnen Sie neue Partner? Kommen die Restaurants auf Sie zu oder umgekehrt?

Es ist tatsächlich so, dass sich inzwischen eine Grosszahl der Restaurateure direkt bei uns meldet. Das war 2006 noch entscheidend anders. Damals war das Konzept in der Schweiz völlig unbekannt und es musste viel erklärt werden. Die Restaurants sind sich heute bewusst, dass Sie dank einer Präsenz auf foodarena.ch auf einen sofortigen Umsatzzuwachs zählen dürfen – dies hat sich inzwischen herumgesprochen. Selbstverständlich ist es aber ebenso wichtig interessante Restaurants direkt anzugehen, insbesondere sofern diese allenfalls eine interessante Speisen-Auswahl bieten oder aber unsere User in einem Restaurant gerne über foodarena.ch bestellen würden.

 

Verdienen Sie pro Bestellung oder bezahlen die Restaurants eine Art Miete, um auf der Plattform präsent sein zu dürfen? Wie funktioniert das Konzept?

Die Restaurants bezahlen, nebst einer einmaligen Setupgebühr, lediglich pro Bestellung eine Kommission. Das heisst, dass Restaurants nur Kosten entstehen, falls Bestellungen über die Plattform erfolgen. Einen günstigeren Kanal zur Neukunden-Gewinnung gibt es für Restaurants nicht. Immerhin erreichen sie somit eine inzwischen sechsstellige Zahl an Foodarena-Usern ohne grossen Initialaufwand. Die meisten Restaurants wählen die Bestellannahme über unsere Foodarena Express Box. Diese wird den Restaurants durch uns zur Verfügung gestellt und ist über das GSM Netz mit unseren Servern verbunden. So kann das Restaurant innert weniger Sekunden dem Besteller die Lieferzeit in Realtime bestätigen.

 

01.03.2016 | Diane Illi, Corporate Communications