Ringier AG: Operativer Gewinn 2019 erneut gesteigert

Ringier AG: Operativer Gewinn 2019 erneut gesteigert

Im Geschäftsjahr 2019 konnte der digitale Anteil des Betriebsgewinns der Ringier-Gruppe zum siebten Mal in Folge gesteigert werden, und zwar auf nun 72 Prozent. Das EBITDA erhöhte sich zum fünften Mal hintereinander auf CHF 114.1 Mio. (2018: CHF 113.0 Mio.). Der leicht geringere Umsatz (2019: CHF 984.8 Mio. vs. 2018: CHF 1004.2 Mio.) ergibt sich aus Portfolio-Bereinigungen, dem rückläufigen Werbemarkt und geringeren Druckerlösen, wobei diese steigenden Digitalerlösen gegenüberstehen. Die EBITDA-Marge beträgt nun 11.6 Prozent (+0.3 Prozentpunkte gegenüber Vorjahr).

2019 war für die Ringier AG, trotz rückläufiger Werbeeinnahmen und leicht gesunkenem Umsatz, ein solides Geschäftsjahr. «Wie erfolgreich ein Unternehmen die notwendige digitale Transformation meistert, zeigt sich an der Kennzahl des EBITDA-Digitalanteils. Mit 72 Prozent zählt Ringier heute zu den am konsequentesten transformierten Medienunternehmen in Europa. Weitsicht, eine grosse Portion unternehmerischer Mut sowie starke, präzise Exekution und Hartnäckigkeit haben uns dorthin gebracht», sagt Marc Walder, CEO der Ringier AG.
 

Erweiterung des Verwaltungsrates

Ab Sommer 2020 verstärken Laura Rudas und Roman Bargezi den Verwaltungsrat der Ringier AG. Laura Rudas ist Executive Vice President Strategy bei dem amerikanischen Softwareunternehmen Palantir Technologies, das auf die Analyse von Big Data spezialisiert ist. Als Palantir-Verantwortliche für Strategie und internationales Wachstum liegt ihr Fokus auf der Unterstützung von Vorständen globaler Firmen sowie Regierungsvertretern bei der digitalen Transformation. Neben ihrem Studium der Politikwissenschaften hat Laura Rudas das Sloan Fellowship an der Stanford University absolviert. Vor ihrer Zeit bei Palantir Technologies war Laura Rudas mehr als sechs Jahre gewählte Abgeordnete im österreichischen Parlament und mehr als fünf Jahre jüngste Generalsekretärin Europas für die österreichischen Sozialdemokraten, die damalige Kanzlerpartei.
Roman Bargezi, Sohn von Ringier-Miteigentümerin Evelyn Lingg, vertritt im Rahmen der Generationenplanung der Familie Ringier die sechste Generation im Verwaltungsrat. Roman Bargezi war unter anderem während dreizehn Jahren in verschiedenen Positionen im Banken- und IT-Umfeld sowie an der ETH Zürich tätig. Zudem ist Roman Bargezi Geschäftsführer des Family Offices der RIBALI AG und seit 2020 Delegierter des Verwaltungsrates der Ringier Art & Immobilien AG.

«Der Ausbau der digitalen Kompetenz auf Stufe des Verwaltungsrates ist ein deutliches Zeichen der Ringier-Aktionäre, konsequent an der Fortsetzung der digitalen Transformation der Unternehmensgruppe festzuhalten», sagt Marc Walder. Als Vertreter der Minderheitsaktionärin Mobiliar werden zudem Urs Berger, Verwaltungsratspräsident, und Markus Hongler, CEO der Mobiliar, Einsitz in den Verwaltungsrat der Ringier AG nehmen.
 

Fokus bleibt trotz Corona-Krise

Stand heute lässt sich das Ausmass der Corona-Krise auf die wirtschaftliche Ertragslage der Ringier AG noch nicht beziffern. Ausgegangen wird aber von einem substanziellen zweistelligen Millionenbetrag. Trotz der Corona bedingten Auswirkungen bleibt der Fokus von Ringier derselbe. Marc Walder: «Wir werden weiterhin in unabhängigen Journalismus, digitale Marktplätze und Spitzentechnologie investieren.» Ringier war planmässig in 2020 gestartet, bis im März die ersten Auswirkungen auf einzelne Ringier Geschäftsbereiche aufgrund der Corona-Pandemie spürbar wurden: Einerseits verzeichnen die Ringier-Medienmarken historisch hohe Zugriffszahlen, andererseits brachen die Werbeeinnahmen massiv ein. Durch die Absage von Grossveranstaltungen und Konzerten konnten Businessbereiche wie Ticketcorner ihrem Geschäft praktisch über Nacht temporär kaum mehr nachgehen. Die digitalen Stellenmärkte bekommen die Zurückhaltung im Recruitment-Markt deutlich zu spüren. Positive Tendenzen vermeldet der E-Commerce-Bereich der Ringier AG mit DeinDeal und geschenkidee.ch
 

Der künstlerische Teil des Ringier Jahresberichtes von Jordan Wolfson

Den Ringier-Jahresbericht 2019 hat der US-amerikanische Künstler Jordan Wolfson gestaltet. Er nimmt die Leserschaft mit auf eine emotionale Reise entlang des Lebens von John F. Kennedy Jr.: Ein Leben, das von den Medien detailreich und unausweichlich begleitet war. Das Cover des Jahresberichts ziert eine weitere ikonische Figur aus den USA: Groucho Marx, der berühmteste Protagonist der legendären Marx Brothers. Jordan Wolfson nimmt die unverwechselbaren Merkmale von Groucho Marx - den Schnauz, die Brille und die buschigen Augenbrauen - um Fotos von John F. Kennedy Jr. mit dicken Pinselstrichen zu verfremden. Freundinnen wie Sarah Jessica Parker, zahlreiche weitere Prominente und der jetzige US-Präsident Donald Trump sind allesamt Teil der Szenen. Der 1980 in New York City geborene Künstler Jordan Wolfson ist einer der bekanntesten Vertreter einer jüngeren Künstlergeneration. Seine Arbeiten umfassen Film, Video, digitale Animationen und deren Umsetzung in Fotos oder skulpturale Bildformen. Die Bilder der Medien und die Wirkungsmechanismen der Medienindustrie sind deshalb zentrales Material und Thema in seinen Arbeiten.

Seit 1997 entsteht der Ringier Jahresbericht in limitierter Auflage jeweils in Zusammenarbeit mit einem renommierten Künstler oder einer Künstlerin. Der Ringier Jahresbericht 2019 ist in Deutsch, Englisch und Französisch als Download verfügbar oder kann via communications@ringier.ch bestellt werden.